18October2017

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TRADITION DER ZIARAH KUBRO IN SÜDSUMATERA

Liebe Hörerinnen und Hörer der Stimme Indonesiens. Herzlich Willkommen zu unserem Programm “Wunderbares Indonesiens”, in dem wir über die Touristenziele, die kulinarischen Reisen, Spezialitäten und Kultur berichten. In diesem heutigen Programm stellen wir Ihnen die Tradition “Ziarah Kubro” in Südsumatera vor. Sie können unsere Sendung auf der Kurzwelle 9525 kHz und über Livestreaming inwww.voi.co.id hören. Viel Spass beim Zuhören!

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Liebe Zuhörer. Heute fasten die Muslime auf aller Welt, einschliesslich in Indonesien. Sehr interessant ist, dass vor dem Fastenmonat “Ramadhan” verschiedene einzigartige Traditionen in Indonesien ausgeübt werden. Eine davon ist die Tradition von Ziarah Kubro,  oder auf deutscher Sprache  übersetzt, eine “Grab-Pilgerschaft”, die von der Gesellschaft von Palembang, in Südsumatera ausgeübt wird. Im Mai 2017 vor dem Fastenmonat veranstalteten die Menschen die “Ziarah Kubro” , in dem sie  weisse Kleidung tragen und gemeinsam von einem Grab   islamischer Prediger zum anderen zu Fuss gehen. Sie pilgern an den Gräbern der islamischen Prediger und des Gründers des Palembang-Sultanats an der Strasse Pasar Kuto bis zum  Pelabuhan Boom Baru entlang.

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Liebe Zuhörer. Ziarah Kubro bedeutet Grabpilgerschaft. Es ist eine  Tradition der Palembang-Bürger, die normalerweise eine Woche vor dem Fastenmonat “Ramadhan” veranstaltet wird. Zum ersten Mal wurde die Tradition von den Bürgern arabischer Abstammung, vor allem aus Jemen ausgeübt. Die arabischen Bürger kamen voraussichtlich seit dem 8. Jahrhundert nach Palembang in der Zeit des Sriwijaya-Königreichs. Um diese Zeit übten sie die Tradition exklusiv nur im Familienkreis aus. Anfangs diente die Tradition der Ziarah Kubro dazu, die Verwandschaft dieser Ankömmlinge wie auch der Minderheit zu vertiefen und ihre Vorfahren zu respektieren. Diese gehörten zu der Habib-Gruppe, d.h. zu den Enkeln der Propheten Muhammad, Hasan und Husein.  Die Tradition der Ziarah Kubro begann bekanntlich in der Gesellschaft, als der Islam sich in Palembang während der Königreichszeit im 16. Jahrhundert entwickelte. Um diese Zeit spielten viele Bürger arabischer Abstammung eine grosse Rolle, da sie Berater und sprituelle Lehrer für die König geworden waren. Die Tradition änderte sich zu einem gemeinsamen Ritual der Bürger arabischer Abstammung und der Palembang-Führer, als das Sultanat von Palembang Darussalam im Zeitraum von 1659 bis 1823 bestand. Um diese Zeit erfolgte die Akkulturation der arabischen Kultur mit der Palembang-Kultur.

Die Tradition wurde aber nur  von Sultanatsverwandten ausgeübt. Erst in den 70-er Jahren wurde sie von der Öffentlichkeit und nur an einem Tag ausgeübt. Da die Anzahl der Pilger dieser Tradition sich weiter erhöht hat, dauert sie seit 2010 drei Tage. Die Tradition der Ziarah Kubro ist auch auf der Tourismusagenda in Südsumatera , da viele Kreise die Tradition für interessant halten.  

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Liebe Zuhörer. Die Tradition der Ziarah Kubro dauert, wie gesagt, 3 Tagen. Die Pilgern besuchen die Gräber der islamischen Prediger nach dem Beten in der Morgendämmerung bis zum Abend. Die besuchten Gräber sind unter anderem der Grabkomplex von Al Habib Ahmad bin Syech Shabab, das Grab von Auliya und Habaib Telaga Sewidak, das  von Babus Salam As-Seggaf und die Gruft des Palembang-Sultanats von Darussalam Kawah Tengkurep. Sie gehen zusammen in die Gräber zu Fuss, sodass es wie eine Parade aussieht. Die Pilger befinden sich in der vorderen Reihe und  islamische Prediger in der hinteren Reihe. Sie werden von einigen Freiwilligen begleitet. Diese tragen für  die Prediger den typischen malaiischen Gelb-Schirm und einige Jugendliche die  Tracht von Palembang-Melayu sowie die Fahne der islamischen Prediger.

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Liebe Zuhörer. Nur die Männer dürfen die Tradition der Ziarah Kubro ausüben. Die Frauen haben die Aufgabe, die Speisen und Getränke für die Männer vorzubereiten und sie zu servieren. Der Höhepunkt dieses Ritus wird in der Grablegung des Sultanats von Palembang Darussalam ausgeübt. Die Abkömmlinge des Sultanats, Sultan Iskandar Mahmud Badaruddin begrüssen die Prediger und die Pilger. Sie beten dort zusammen  für die vorherigen islamischen Prediger, Gründer, und die vorherigen Sultane. Dann essen sie zusammen. Verschiedene Speisen, wie Ölreis mit gegrilltem Ziegenfleisch, werden serviert. Nicht alle Bürger in Palembang nehmen an dieser Tradition teil. Trotzdem zeigen sie ihren Enthuasismus. Sie haben grosse Lust,  die Hand der Prediger zu küssen und ihren Körper zu berühren . Den Bürgern zufolge bringe der Handkuss  Segen.

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Liebe Hörerinnen und Hörer. Das war Wunderbares Indonesiens von der Stimme Indonesiens. Wir treffen uns wieder zu unserem gleichen Programm morgen. Auf Wiederhören!

 

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